So funktioniert eine Video-Brille
Über jedem Auge sitzt ein winziger Micro-OLED-Bildschirm. Ein halbdurchlässiger Spiegel lenkt sein Bild so vor dein Auge, dass es wie eine große Leinwand in einigen Metern Entfernung wirkt. Weil das Glas halb durchsichtig ist, siehst du die Umgebung schwach dahinter; viele Modelle können die Gläser auf Knopfdruck abdunkeln, damit der Film kräftiger wirkt.
Einfache Modelle zeigen das Bild fest vor dem Kopf: Drehst du den Kopf, wandert die Leinwand mit. Bessere Modelle erkennen die Kopfbewegung und lassen den Bildschirm an seinem Platz im Raum stehen. Das fühlt sich ruhiger an und erlaubt mehrere Fenster nebeneinander.
Funktioniert sie mit meinem Gerät?
Die wichtigste Frage vor dem Kauf: Gibt dein Gerät über USB-C ein Bild aus (DisplayPort über USB-C, oft „DP Alt Mode“ genannt)? Viele neuere Laptops, Tablets, Handheld-Konsolen wie das Steam Deck und viele Android-Smartphones der Oberklasse können das. Bei iPhones klappt es ab den Modellen mit USB-C-Anschluss. Für Geräte ohne Bildausgabe oder für eine Spielkonsole mit HDMI brauchst du einen Adapter oder ein Zusatzgerät, das die Hersteller teils selbst anbieten.
Video-Brille mit Sehstärke
Normale Brillen passen nicht unter eine Video-Brille. Die Hersteller lösen das mit einem Einsatz, in den der Optiker deine Gläser einschleift und der hinter die Brille geklippt wird, oder – bei manchen Modellen – mit einem Rädchen, das Kurzsichtigkeit bis zu einer bestimmten Stärke ausgleicht. Mehr dazu auf der Seite Smart Glasses mit Sehstärke.